Operante Konditionierung
Der bekannteste Vertreter der operanten Konditionierung ist Burrhus F. Skinner.
Zwischen klassischem und operantem Konditionieren kann unterschieden werden. Die Klassische Konditionierung legt eine Verbindung zwischen Reiz und Reaktion (Hund speichelt bei Glockenton). Bei der operanten Konditionierung wird die Konsequenz mit eingebunden, die Kette besteht nicht mehr aus zwei sondern aus drei Teilen: Reiz-Verhalten-Konsequenzen.
In der Tabelle werden ausführlich die Gegenüberstellung von klassischer und operanter Konditionierung und die damit verbundenen Unterschiede aufgezeigt.
Es können vier verschiedene Arten unterschieden werden:
- positive Verstärkung (Gabe eines positiven Reizes),
- negative Verstärkung (Wegnahme eines negativen Reizes)
- zwei Arten von Bestrafung (Wegnahme eines positiven Reizes oder
- Gabe eines negativen Reizes)
Während die positive bzw. negative Verstärkung die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens erhöht, führt die Einführung einer der beiden Bestrafungsformen zu einer Herabsetzung (vgl. Bodenmann et al., 2004; Mielke, 2001; Hergenhahn & Olson, 2001).
Die pädagogischen Psychologie unterscheidet zwischen qualitativ verschiedenen Verstärkern.
Es gibt drei Arten:
- Primäre Verstärker,
- Sekundäre Verstärker und
- Generalisierte Verstärker.
Die primären Verstärker wirken aus sich heraus verstärkend, dazu ist kein Lernprozess nötig. Unter sekundären Verstärkern versteht man Reize, die erst durch Konditionierung zu Verstärkern geworden sind, z.B. gute oder schlechte Noten. Verstärker, die mit mehreren primären Verstärkern in Verbindung gebracht wurden, sind generalisierte Verstärker. Zum Beispiel ist Geld ein generalisierter Verstärker, da man für ihn alles materiell verstärkende (Haus, Urlaub, Auto, Schmuck) eintauschen kann (vgl. Mielke, 2001; Bodenmann et al., 2004).
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Literaturverzeichnis:
- Bodenmann, G., Perrez, M., Schär, M. & Trepp, A. (2004). Klassische Lerntheorien. Bern: Huber.
- Hergenhahn, R.B. & Olson, M.H. (2001). An Introduction to Theories of Learning. New Jersey: Prentice Hall. 6th edition.
- Mielke, R. (2001). Psychologie des Lernens: Eine Einführung. Stuttgart: Kohlhammer.
Dies ist ein Textauszug aus:

“E-Learning Projekte im Kunsthistorischen Kontext”(2006) by Daniela Bamberger M.A. is licensed under a Creative Commons Attribution-Noncommercial-No Derivative Works 2.0 Germany License
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