Gagné äußerte sich wie folgt zu sinnvollem Umgang mit Medien in der Didaktik:
„Zunächst müsse Interesse und Lernmotivation geweckt, dann die Aufmerksamkeit auf die entscheidenden Inhalte gelenkt werden, danach müssten elementare Verknüpfungen erläutert und ausführlich trainiert werden, aus diesen elementaren Verknüpfungen könne man dann immer kompliziertere Regeln ableiten und dieses Wissen schließlich auf andere Wissensbereiche übertragen (Gagné 1987, zitiert nach Hasebrook, 2001: 198)“.
Weidenmann (2000) schildert in einem Artikel über Wirkung von Medien auf Lernmotivation eine DFG-Studie von Schweizer und Paechter, in der in einem dreimonatigen Internetseminar die soziale Präsenz einer Dozentin variiert wurde und die Wirkung auf die Lernmotivation und diverse abhängige Variablen überprüft wurde.
Die Gruppen unterschieden sich in der sozialen Präsenz der Dozentin: in der ersten Gruppe erhielten die Studenten nur schriftliche Informationen, in der zweiten waren diese vertont, bei der dritten sowohl Text und Bilder der Dozentin, in der vierten Gruppe wurde sowohl Text, Ton als auch Bilder dargeboten.
Folgende Ergebnisse zeigten sich: Die Personen der „Nur-Text-Gruppe“ meinten signifikant häufiger, dass sie im Hörsaal besser und schneller gelernt hätten als die anderen Gruppen. Die Personen der „Nur-Text-Gruppe“ bemängelten die fehlende Kommunikation mit der Dozentin. Die andere Gruppe nennt als Vorteil signifikant häufiger „Anwendung neuer Medien motiviert“.
Die Metaanalyse von Whitley, die sich mit Geschlechtsunterschieden in der Computernutzung befasst, erbrachte folgende Ergebnisse (1997, zitiert nach Dickhäuser, Stiensmeier-Pelster, Kemke und Jürgens, 2002):
- Männlichen Personen nutzen den Computer intensiver (zeigt sich sowohl in der Häufigkeit einen Computerkurs zu besuchen als auch in der Dauer der Beschäftigung)
- Unterschiede in der gleichen Richtung zeigen sich bezüglich der vorhergehenden computerbezogenen Erfahrung
- Unterschiede im Einstellungsbereich: Männer haben einen größeren computerbezogenen positiven Affekt, beschreiben sich als fähiger (größeres Fähigkeitsselbstkonzept)
- Männer glauben an eine größere Nützlichkeit des Computers
Die Unterschiede zwischen den Gruppen waren gering bis mittel und zeigten sich folgendermaßen: sie waren am geringsten bzgl. der eingeschätzten Nützlichkeit und am größten hinsichtlich des Fähigkeitsselbstkonzepts.
Dickhäuser et al. (2002: S. 102) beurteilen diese Ergebnisse folgendermaßen:
„Wegen der dargestellten zunehmendem Bedeutung von Computern in unserem Bildungssystem bedürfen allerdings bereits solche geringen Unterschiede der Aufmerksamkeit“.
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Literaturverzeichnis:
- Dickhäuser, O., Stiensmeier-Pelster, J., Kemke, K. & Jürgens, N. (2002). Geschlechtsunterschiede in der Computernutzung: Summarisches Fazit aus einem Forschungsprojekt. In B. Spinath & E. Heise (Hrsg.). Pädagogische Psychologie unter gewandelten gesellschaftlichen Bedingungen: Dokumentation des 5. Dortmunder Symposions für Pädagogische Psychologie. Hamburg: Kovac.
- Hasebrook, J. (2001b). Multimedia. In: D.H. Rost. Handwörterbuch Pädagogische Psychologie (483-489). Weinheim: Beltz. 2. Auflage.
- Weidenmann, B. (2000). Medien und Lernmotivation: Machen Medien hungrig oder satt? In: U. Schiefele & K.-P. Wild (Hrsg.). Interesse und Lernmotivation: Untersuchungen zu Entwicklung, Förderung und Wirkung. Münster: Waxmann.
Dies ist ein Textauszug aus:

„E-Learning Projekte im Kunsthistorischen Kontext“(2006) by Daniela Bamberger M.A. is licensed under a Creative Commons Attribution-Noncommercial-No Derivative Works 2.0 Germany License
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