Es kann zwischen vier didaktischen Strukturen medialer Lernangebote unterscheiden werden:
- Exposition,
- Exploration,
- Konstruktion und der
- Kommunikation.
Tutorielle Systeme, WBT und CBT gehören zu den am weitesten verbreiteten Lernangeboten. Sie verwenden alle eine sequenzielle Strukturierung der Inhalte und zählen somit zu Exposition und entsprechen der behavioristischen und älteren Lerntheorie. Hauptmerkmale dieser Lernangebote sind: die Reihenfolge der Inhaltspräsentation ist festgelegt. Die Lernenden habe keine Möglichkeit den Lerninhalt frei zu explorieren, sie müssen die vorgegebene Seitenabfolge durcharbeiten.
Exploration, Konstruktion und Kommunikation haben im Gegensatz zur Exposition mehr Bezüge zu konstruktivistischen Lerntheorien. Beim explorativen Lernen sind die Inhalte logisch strukturiert. Hauptmerkmale hier sind, dass die Lerninhalte keinen festen Lernweg vorschreiben. Die Benutzer werden aufgefordert ihre Lerninhalte selbst zu entdecken. Dies kommt dem Stationenlernen oder Werkstattunterricht gleich.
Während die Lernangebote Exposition und Exploration Angebote im E-Learning darstellen, die es in dieser Form auch im „normalen“ Unterricht gibt, hebt sich das konstruierte Lernangebot von diesen ab. Unter dem Begriff Konstruktion werden in diesem Kontext Computerprogramme verstanden, welche als Werkzeuge zur Konstruktion von Wissen genutzt werden. Diese Definition bezieht nicht auf spezifische Lehrprogramme. Es können beispielsweise elektronische Datenbanksysteme oder Bildbearbeitungs-programme als Lernwerkzeuge verwendet werden.
Kein eigenständiges Strukturprinzip stellt die „Kommunikation“ dar. Sie ist meist mehr eine Teilkomponente des didaktischen Gesamtkonzepts. Hierunter kann man etwa die Möglichkeit zur Nachfrage verstehen. Auf dieser Kommunikationsstruktur basiert unter anderem das Computer Supported Cooperative Learning (CSCL).
Haben Lernende kein Vorwissen oder nur ein geringes transferierbares Vorwissen, so eignen sich für diese Lernenden eher die sequenziell strukturierten, also die traditionellen didaktischen Modelle. Verfügt der Lernende über ein gewisses Vorwissen, dass ihm aber noch nicht genügt um komplexere Aufgabenstellungen zu lösen kann die Methode des explorativen Lernens dazu dienen, weiterreichendes Wissen zu erwerben, da der Lernende hier bereits bekannte Inhalte „überspringen“ kann. So ist gezieltes Aufarbeiten seiner Lücken möglich. Lernende mit umfangreichem Wissen sprechen gut auf dem Konstruktivismus nahe Modelle an, sie benötigen nur noch wenig Anleitung (vgl. Jonassen et al., 1993; Schüpbach, et al.,2003).
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Literaturangaben:
- Jonassen, D.H., Mcaleese, T.M.R. & Duffy, T.M. (1993). A Manifesto for a constructivist approach to technology in higher education. In: T.M. Duffy, J. Lowyck & D.H. Jonassen (Eds., 2001). The design of constructivistic learning environments:implications for instructional design and the use of technology. Heidelberg: Springer.
- Schüpbach, E., Guggenbühl, U., Krehl, C., Siegenthaler, H. & Kaufmann-Hayos, R. (2003). Didaktischer Leitfaden für E-Learning. Bern: h.e.p..
Dies ist ein Textauszug aus:

„E-Learning Projekte im Kunsthistorischen Kontext“(2006) by Daniela Bamberger M.A. is licensed under a Creative Commons Attribution-Noncommercial-No Derivative Works 2.0 Germany License
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