Tag-Archiv | psychologische Variablen

Selbstkonzept und Leistung

Das Selbstkonzept wird als „deklaratives Konzept der Kognition einer Person über sich selbst verstanden“ (Moschner, 2001: 629). Im pädagogisch-psychologischen Bereich wird vermehrt der Zusammenhang zum Leistungsbereich untersucht (Moschner, 2001). Die Metaanalyse von Hansford und Hattie (1982) erbrachte durchgängig einen Zusammenhang. Dieser Zusammenhang konnte noch gesteigert werden wenn nur Studien in die Analyse eingingen, die das akademische Selbstkonzept erfassten (vgl. auch Rost & Lamsfuss, 1992).

Wichtig ist der Zusammenhang, ob gute Leistung das Selbstkonzept (skill-development Ansatz) erhöht, oder führt ein hohes Selbstkonzept zu besserer Leistung (self-enhancement Ansatz)? Im ‚self-enhancement’ Ansatz wird beschrieben, dass mit einer Intervention zur Erhöhung des Selbstkonzepts eine Leistungssteigerung hervorgerufen werden kann. Helmke (1992, zitiert nach Moschner, 2001) konnte zeigen, dass sich diese Variablen gegenseitig beeinflussen.
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Literaturverzeichnis:

  • Moschner, B (2001). Selbstkonzept. In: D.H. Rost (Hrsg.). Handwörterbuch Pädagogische Psychologie (629-635). Weinheim: Beltz. 2. Auflage.
  • Rost, D.H. & Lamsfuss, S. (1992). Entwicklung und Erprobung einer ökonomischen Skala zur Erfassung des Selbstkonzepts schulischer Leistungen und Fähigkeiten (SKSLF). Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 6 (4), 239-250.

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Aptitude-Treatment Interaktion

Die Definition von einer Aptitude-Treatment Interaktion ist folgende: Eine Wechselwirkung zwischen einem Schülermerkmal (Eignung) und einer Lehrmethode. Dieser Begriff wurde von Cronbach 1957 auf einer Konferenz geprägt (zitiert nach Hasebrook, 2001a).

Das heißt also, dass der Lernende nach den Eigenschaften, die er mitbringt behandelt werden sollte. So werden z. B. ängstliche Schüler gerne per Frontalunterricht unterrichtet, Hochbegabte lernen gegenüber Normalbegabten besser, wenn Sie weniger Anweisungen und Lob bekommen, weil das sie eher behindert.

Schon Skinner (1965, zitiert nach Hasebrook, 2001a) entwickelte dazu adaptive Lernprogramme, die die Bearbeitungszeit nach der Fehlerzahl der Testperson festlegte (viele Fehler weniger Zeit um Frustrationen entgegenzuwirken, Hasebrook, 2001a).

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Literaturverzeichnis:

  • Hasebrook, J. (2001a). Aptitude-Treatment-Interaktion. In: D.H. Rost. Handwörterbuch Pädagogische Psychologie (12-17). Weinheim: Beltz. 2. Auflage.

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Motivation

In der Psychologie wird zwischen zwei wichtigen Motivationsarten unterschieden: intrinsisch und extrinsisch.

Intrinsische Motivation besteht, wenn eine Sache um ihrer selbst willen ausgeführt wird, sie selbst also verstärkend wirkt.

Von extrinsischer Motivation hingegen kann man sprechen wenn eine Handlung wegen ihrer positiven Konsequenzen erfolgt (z. B.: eine gute Note erhalten, weil sie einem dem angestrebten Beruf näher bringt, Schiefele & Köller, 2001).
Das Vorliegen von extrinsischer Motivation verringert die intrinsische Motivation (Deci & Ryan, 1985).

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Literaturverzeichnis:

  • Deci, E.L. & Ryan, R.M. (1985). Intrinsic motivation and self-determination in human behavior. New York (u.a.): Plenum Press.

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